Zahlenspiel

Schreibkompetenz. Unwichtig?

Aktuelle Studien belegen Kunden-, Zeit- und Geldverlust durch unverständliche Formulierungen.


Beispiel "Babylon-Studie": 91,4 Prozent der älteren Leser/innen (50 plus) verstehen die an sie gerichteten Versicherungstexte nicht - trotz mehrmaligen Lesens (Universität Braunschweig, lingua@MEDIA-Veröffentlichung, 2009).

 

Wissenschaftler der Uni Hohenheim untersuchten vor kurzem die Kundenkommunikation von 24 deutschen Telekommunikationsunternehmen. Sie fanden dabei bis zu 70 Wörter lange Schachtelsätze, Formulierungen mit dem Verschlüsselungsniveau von wissenschaftlichen Arbeiten und schöne Wortbilder wie "Verzichtserklärungsassistent" oder Anglizismen wie "Simple Service Discovery Protocol" (Studie Universität Hohenheim 2013). Dass derartige Kunststücke die Kaufentscheidung nicht gerade einfach machen, liegt auf der Hand.

 

Mindestens 300.000 erwachsene Österreicher/innen können laut aktuellen Schätzungen nicht schreiben und lesen. In Österreich stieg der Wert an leseschwachen Schüler/innen von 21,5 Prozent auf 27,5 Prozent (Pisa-Studie 2011).

 

Was betriebliche Gesundheitsförderung bringt

6.000

Euro an Kosten verursacht ein/e Mitarbeiter/in (Basis: 30.000 Euro Jahresgehalt), der/die durch eine stressbedingte Leistungsminderung um 20 Prozent weniger produktiv ist.

 

500.000

Österreicher/innen waren laut Ärztekammer 2010 im Burnout, rund 1,1 Millionen weitere "gefährdet".

 

318.000

Krankenstandstage führte die steirische GKK 2011 auf psychiatrische Erkrankungen zurück.

  

(Quelle: Steirische Wirtschaft Nr. 25, 2.08.2013, Primärquellen: Ärztekammer, steirische GKK, Business Doctors)

 



Was es kostet, die interne Kommunikation zu vernachlässigen


Die WKO hat in einer qualitativen Studie mit dem Titel "Neue Wege zur Ergebnisverbesserung" untersucht, welche Unternehmenskosten durch interne Konflikte entstehen. Ergebnis: Bei mitttleren und kleineren Betrieben liegt der Konfliktkostenanteil bei 19 Prozent der Gesamtkosten.

Was die Investition in Stressprävention bringt

Aktuelle deutsche Studien rechnen vor, dass jeder Euro, der in die betriebliche Gesundheitsförderung gesteckt wird, sich um bis zu 16 Euro volkswirtschaftlich rentiert - durch Minderung der Krankenstandstage und -kosten. Diese Zahlen werden durch die Statistik Austria bestätigt. Die Business Doctors stellen ein Online-Tool (jährlich buchbar) zur Verfügung, um das firmeninterne Einsparungspotential zu berechnen.

 

Stress-Tests zur Selbsttestung:

 

http://www.business-doctors.at/stresstests

 

http://www.business-doctors.at/stresstest-unternehmen